Jun 14 2011

Quintus Horatius Flaccus

Wer die Segnung goldenen Mittelstandes
Auserkor, scheut sicher der abgemorschten Hütte
Wust, scheut mäßig beneidenswerte
Pracht des Palastes.

(Quelle: Übersetzung aus Oden, zitiert aus dem Projekt Gutenberg [Original siehe unten])

„auream quisquis mediocritatem
diligit, tutus caret obsoleti
sordibus tecti, caret invidenda
sobrius aula.“


Jun 14 2011

Lara Ghazal

Einen Punkt setzen heißt eine Idee zu töten.


Jun 1 2011

Hermann Hesse

Jeder von uns ist nur ein Mensch, nur ein Versuch, ein Unterwegs. Er sollte aber dorthin unterwegs sein, wo das Vollkommene ist, er soll ins Zentrum streben, nicht an die Peripherie.

(Quelle: Hesse, Hermann Karl (1971): Das Glasperlenspiel. Berlin, 87)

Reformulierung


Jun 1 2011

Midnight Oil

How can we dance when our earth is turning?
How do we sleep while our beds are burning?

(Quelle: Midnight Oil (1987): Diesel and Dust. Beds are burning.)


Mai 31 2011

Honoré de Balzac

Il y a deux Histoires: l’Histoire officielle, menteuse, qu’on enseigne, l’Histoire ad usum delphini; puis l’histoire secrète, où sont les véritables causes des événements, une Histoire honteuse.

Es gibt zwei Geschichten: Da ist die offizielle, verlogene Geschichte, die man lehrt. Eine Geschichte, die der Strömung des Diskurses folgt. Und dann gibt es die verborgene Geschichte, welche die wahren Gründe der Ereignisse birgt, eine Geschichte voll von Scham und Schande.

(Meine Übersetzung)

(Quelle: Wikisource)


Mai 30 2011

Ryszard Kapuściński

Ich begriff, dass jede Welt ihr eigenes Geheimnis besitzt und dass der Zugang zu diesem nur über die Sprache möglich ist. Ohne sie bleibt uns diese Welt unzugänglich und unverständlich, (…). ich stellte eine Verbindung fest zwischen Benennen und Existieren, denn nach meiner Rückkehr ins Hotel wurde mir bewusst, dass ich in der Stadt nur das gesehen hatte, was ich benennen konnte, so erinnerte ich mich zum Beispiel an eine Akazie, jedoch kaum an den Baum daneben, dessen Namen ich nicht kannte. (…) ich begriff eines: je mehr Wörter ich kannte, um so reicher, umfassender und verschiedenartiger würde sich die Welt mir darstellen.

(Quelle: Kapuściński, Ryszard (2007): Meine Reisen mit Herodot. München/Zürich, S. 32f.)


Mai 29 2011

Maurice Halbwachs

Einen Abschnitt seines Lebens vergessen heißt: die Verbindung zu jenen Menschen verlieren, die uns zu jener Zeit umgaben.

(Quelle: Halbwachs, Maurice (1967): Das kollektive Gedächtnis. Stuttgart.)


Mai 27 2011

Pierre Félix Bourdieu

Ein Präsident der Republik ist jemand, der sich für den Präsidenten der Republik hält, aber im Unterschied zu dem Irren, der sich für Napoleon hält, als jemand anerkannt wird, der hierzu auch berechtigt ist.

(Quelle: Bourdieu, Pierre (1998): Praktische Vernunft. Zur Theorie des Handelns. Frankfurt a/M, 114.)


Mai 27 2011

Lara Ghazal

Świat to światło naszego horyzontu.

***

Die Welt ist der Schein, den wir auf sie werfen.

(Quelle: Ghazal, Lara: Laras Palimpsest)


Mai 27 2011

Clifford Stoll

I think that if you really want to know about the future, don`t ask a technologist, a scientist, a physicist. Don’ t ask somebody who is writing code. If you want to know what society is going to be like in 20 years, ask a kindergarten teacher, they know. In fact don’ t ask any kindergarten teacher, ask an experienced one. They are the ones who know what society is going to be like in another generation, I don’t. Nor, I suspect, do many other people who are talking about what the future will bring. Certainly, all of us can imagine these cool, new things that will gonna be there. But to me things aren’t the future. What I would ask myself is what society is going to be like.

(Quelle: TED talk mit Clifford Stoll)


Mai 26 2011

Michel Foucault

[E]twas sagen ist ein Ereignis. Einen wissenschaftlichen Diskurs halten, das ist nichts, was in einen Bereich oberhalb oder außerhalb der Geschichte fiele, sondern gehört zur Geschichte ebenso wie eine Schlacht, die Erfindung der Dampfmaschine oder eine Epidemie. Natürlich sind das Ereignisse unterschiedlichen Typs, aber es sind Ereignisse. Wenn irgendein Arzt dummes Zeug über den Wahnsinn äußert, gehört das ebenso zur Geschichte wie die Schlacht von Waterloo.

(Foucault, Michel (1997): Der Mensch ist ein Erfahrungstier. Gespräch mit  Ducio Trombadori. 2. Aufl., Frankfurt a/M, 87.)


Mai 25 2011

Raymond Charles Robinson

Ever since I can remember, I’ve always loved music. You know, I didn’t know anything about these titles until I started dealing with people like you – the media. And they started givin’ it names, Rock’n Roll, Rhythm and Blues, Jazz… it’s only two kinds of music: good and bad.

(Quelle: Flunk (2002): For Sleepyheads only. I love music.)


Mai 24 2011

Alberto Caeiro

Não tenho ambições nem desejos.
Ser poeta não é uma ambição minha
É a minha maneira de estar sozinho.

***

Ich habe weder Ambitionen noch Wünsche.
Dichterin zu sein ist nicht mein Bestreben,
es ist meine Art allein zu sein.

(Meine Übersetzung)

(Quelle: Pessoa, Fernando (1997): O guardador de rebanhos e outros poemas. São Paulo, 88.)


Mai 23 2011

Joseph Beuys

Bei mir ist das aber so, daß ich mir für viele Fragen unseres Lebens, für die Frage der Kunst und auch für die Frage der Wissenschaft den größten Erfolg versprochen habe, indem ich versuche, aufdem Papier eine Sprache zu entwickeln, die eine Anregung dazu gibt, Weitergehendes in die Diskussionzu bringen, mehr als nur das, was die gegenwärtige Zeitkultur an Wissenschaftlichkeit, an Kunstbegrifflichkeit und Sinnen darstellt.

(Quelle: Klemm, Holger (1996): Die Relevanz der Kunsttherapie dargestellt am Beispiel der Arbeit mit Schizophrenen. Diplomarbeit (Evangelischen Fachhochschule für Sozialarbeit Dresden). Dresden)


Mai 21 2011

The Strange Dead of Liberal England

Just get the ship moving straight ahead, Oh my god we all look so scared. Come on you young philosophers, and show me where your heart is.

(Quelle: Drown Your Heart Again - Come On You Young Philosophers!)