Jun 14 2011

Quintus Horatius Flaccus

Wer die Segnung goldenen Mittelstandes
Auserkor, scheut sicher der abgemorschten Hütte
Wust, scheut mäßig beneidenswerte
Pracht des Palastes.

(Quelle: Übersetzung aus Oden, zitiert aus dem Projekt Gutenberg [Original siehe unten])

„auream quisquis mediocritatem
diligit, tutus caret obsoleti
sordibus tecti, caret invidenda
sobrius aula.“


Jun 14 2011

Lara Ghazal

Einen Punkt setzen heißt eine Idee zu töten.


Jun 7 2011

abstrakt

1. was sich der Dimension des Raumes entzieht (keine räumliche Ausdehnung hat)

2. Zustandsabhängigkeiten

“Ich kann mir weder etwas ohne räumliche Ausdehnung vorstellen, noch den Raum selbst als geteilt oder nicht existierend” (Kant 1968, 994)

“Gerechtigkeit” erweckt den Anschein, dass es sich um einen Gegenstand handelt, de facto bezeichnet es jedoch lediglich einen Zusammenhang von Zuständen. Insofern ist “Gerechtigkeit” handlungs- nicht gegenstandsbezogen.


Jun 3 2011

Paradox des Problems

Nur wenn wir mehr Probleme in der Welt sehen, kann es weniger geben.


Jun 3 2011

Normalität

1. Störung der Problematik.

2. Stabilität; Hemmnis für Wandel.


Jun 3 2011

Problem

1. Störung der Normalität.

2. Inspiration; Triebkraft für Wandel.


Jun 1 2011

Hermann Hesse

Jeder von uns ist nur ein Mensch, nur ein Versuch, ein Unterwegs. Er sollte aber dorthin unterwegs sein, wo das Vollkommene ist, er soll ins Zentrum streben, nicht an die Peripherie.

(Quelle: Hesse, Hermann Karl (1971): Das Glasperlenspiel. Berlin, 87)

Reformulierung


Jun 1 2011

Midnight Oil

How can we dance when our earth is turning?
How do we sleep while our beds are burning?

(Quelle: Midnight Oil (1987): Diesel and Dust. Beds are burning.)


Mai 31 2011

Honoré de Balzac

Il y a deux Histoires: l’Histoire officielle, menteuse, qu’on enseigne, l’Histoire ad usum delphini; puis l’histoire secrète, où sont les véritables causes des événements, une Histoire honteuse.

Es gibt zwei Geschichten: Da ist die offizielle, verlogene Geschichte, die man lehrt. Eine Geschichte, die der Strömung des Diskurses folgt. Und dann gibt es die verborgene Geschichte, welche die wahren Gründe der Ereignisse birgt, eine Geschichte voll von Scham und Schande.

(Meine Übersetzung)

(Quelle: Wikisource)


Mai 30 2011

Ryszard Kapuściński

Ich begriff, dass jede Welt ihr eigenes Geheimnis besitzt und dass der Zugang zu diesem nur über die Sprache möglich ist. Ohne sie bleibt uns diese Welt unzugänglich und unverständlich, (…). ich stellte eine Verbindung fest zwischen Benennen und Existieren, denn nach meiner Rückkehr ins Hotel wurde mir bewusst, dass ich in der Stadt nur das gesehen hatte, was ich benennen konnte, so erinnerte ich mich zum Beispiel an eine Akazie, jedoch kaum an den Baum daneben, dessen Namen ich nicht kannte. (…) ich begriff eines: je mehr Wörter ich kannte, um so reicher, umfassender und verschiedenartiger würde sich die Welt mir darstellen.

(Quelle: Kapuściński, Ryszard (2007): Meine Reisen mit Herodot. München/Zürich, S. 32f.)